Vom Wäsche waschen
Gestern wuschen wir das erste Mal Wäsche. Es ist Zeit Wäsche zu waschen, wenn einem die Hosen und T-shirts ausgehen und es ist noch viel mehr Zeit Wäsche zu waschen, wenn man mittlerweile drei Tage in Folge eine alte Unterhose trägt (wohlgemerkt jedes mal eine andere).
Also machten wir uns Richtung Waschküche mit einem überquellenden Stoß von Schmutzwäsche, voller Enthusiasmus nun zu lernen Wäsche mit der Hand zu reinigen. Leider wird dieser Entschluss praktische unverzüglich bereut sobald es gilt das erste Kleidungsstück im Schäffel mit kaltem Wasser und Seife sauber zu bekommen!
Ich als naiver Junge mit Waschmaschine, lebte mit der festen Überzeugung, dass ein T-shirt pro Tag der zu verfolgende, ja sogar der einzig richtige Weg zu leben ist. Diese Einstellung, man mag es auch als kleine Lebensphilosophie betrachten, wurde jedoch innerhalb eines mit der Hand zu waschenden Hemdes vollkommen falsifiziert und nichtig gemacht.
Nein es geht auch anders! Solange ein T-shirt nicht stinkt und kein größerer Fleck zu entdecken ist wird es getragen. Grause es was es wolle!
Von dem Koffer füllendem Kleidungsstoß, mit dem ich mich frohen Mutes zur Waschküche aufgemacht hatte, kehrte ich nach „getaner Arbeit“ gedemütigt mit der Hälfte wieder ins Zimmer zurück. Das meiste konnte man ja doch noch tragen und überhaupt so streng ist es hier ja auch nicht mit den Flecken.
Das nächste Mal werde ich wahrscheinlich doch noch einmal zu Bürste greifen bevor ich einen finalen Entschluss über waschen oder nicht waschen treffe. Aber bis dahin ist es hoffentlich noch ein Zeiterl.